LEMMO TWO
Längenvariables, wettergeschütztes Mikromobilitätskonzept
01Die Persona- und Moodboard-Darstellung aus dem Original-Portfolio nutzen ein reales Sportlerfoto, Team- und Produktmarken sowie ein Kartenmaterial-Screenshot und werden deshalb hier nicht gezeigt. Die Exterior-, Interior- und Maßrenderings sind eigene Arbeiten und unbedenklich.
02
03
04Länge · kompakter Zustand
Länge · erweiterter Zustand
Variable Differenz
Fahrzeughöhe
Expansion is the way to go together.
Grundidee
LEMMO TWO ist ein längenvariables, wettergeschütztes Mikromobilitätskonzept. Es kann zwischen zwei Zuständen wechseln: einem kompakten Modus für eine Person und einem erweiterten Modus für eine zweite Person oder zusätzliches Gepäck.
Das Projekt entstand im Rahmen eines Interior-Design-Kurses in Kooperation mit LEMMO Bikes. Die Aufgabenstellung bestand darin, ein drei- oder vierrädriges, pedalbetriebenes und elektrisch unterstütztes Fahrzeug zu entwickeln, das neue Antworten auf die Zukunft des Fahrrads, Cargo, Wetterschutz und urbane Mobilität findet.
Ausgangssituation
Fahrräder sind im Stadtverkehr effizient und platzsparend, haben jedoch Nachteile bei schlechtem Wetter, großen Gepäckstücken, der Mitnahme einer zweiten Person, längeren Alltagsfahrten und geschütztem Stauraum. Geschlossene Kleinfahrzeuge bieten mehr Schutz, benötigen aber mehr Platz und verlieren häufig den sportlichen Charakter eines Fahrrads.
Persona
Für das Projekt wurde die Persona eines 32-jährigen Eishockeyspielers aus Vancouver entwickelt, der das Fahrrad für Arbeit und Freizeit nutzt und rund zehn Kilometer zu seiner Sportstätte fährt. Seine Anforderungen: effiziente Fortbewegung, Nachhaltigkeit, Sicherheit, Wetterschutz, Komfort und Transport einer großen Sporttasche.
Das variable Fahrzeugkonzept
Der Fahrzeugkörper besteht aus zwei Teilen, die ineinandergeschoben oder auseinanderbewegt werden können. Im kompakten Zustand eignet sich das Fahrzeug für eine Person, tägliche Stadtfahrten und einfacheres Abstellen. Im erweiterten Zustand entsteht zusätzlicher Raum für eine zweite Person, eine Sporttasche oder weiteres Gepäck.
Die Grundidee: Das Fahrzeug muss nicht bei jeder Fahrt so groß sein, wie es nur gelegentlich benötigt wird.
Interior Design
Der Innenraum ist länglich aufgebaut, die Sitzplätze befinden sich hintereinander. Im kompakten Zustand steht der vordere Fahrerplatz im Mittelpunkt, im erweiterten Zustand entsteht hinter dem Fahrer Raum für eine zweite Person oder Gepäck. Die niedrige Silhouette unterstützt den sportlichen Charakter, stellt aber hohe Anforderungen an Einstieg, Kopffreiheit und Ergonomie.
Einstiegskonzept
Der vordere und der hintere Teil der transparenten Kabinenabdeckung öffnen sich in entgegengesetzte Richtungen – der vordere Teil nach vorne, der hintere Teil nach hinten. Dadurch entsteht eine große Zugangsöffnung, die den Einstieg und das Verstauen großer Gepäckstücke erleichtert.
Es handelt sich um ein konzeptionelles Öffnungsprinzip. Scharniere, Verriegelung und Dichtung wurden im Rahmen dieses Projekts nicht vollständig technisch entwickelt.
Stauraum
Das Fahrzeug besitzt einen vorderen Stauraum für während der Fahrt erreichbare Gegenstände, einen Bereich unter dem Sitz, der vorhandenes Volumen nutzt, sowie im erweiterten Zustand einen hinteren Bereich für eine zweite Person, eine Sporttasche oder größeres Gepäck. Die Stauraumlösung ist direkt aus dem Nutzungsszenario abgeleitet.
Exterior Design
Das Exterieur besitzt eine niedrige, gestreckte Silhouette, eine dunkle transparente Kabine, eine helle seitliche Kontrastfläche, große Räder, eine keilförmige Grundhaltung, eine prägnante Heckleuchte und eine dynamische Linienführung. Das Fahrzeug soll sportlich und technisch wirken, ohne wie ein verkleinertes Auto auszusehen.
Konzeptprinzipien
- Transportation — das Fahrzeug transportiert Personen, Sportausrüstung und Gepäck.
- Sportiness — der pedalunterstützte Antrieb, die niedrige Sitzposition und die Fahrzeugform erhalten den aktiven Charakter.
- Weather Protection — die transparente Abdeckung schützt Personen und Gepäck vor Wind und Regen.
- Nutzer- und Szenarioanalyse
- Persona
- Transportaufgabe
- Konzeptentwicklung
- Variable Fahrzeugzustände
- Package
- Interior Design
- Sitzkonzept
- Stauraumkonzept
- Einstiegskonzept
- Exterior Design
- CAD-Modellierung
- 3D-Visualisierung, Rendering
- Grafische Präsentation
Das Projekt hat mir gezeigt, wie stark die Gestaltung eines Fahrzeuginnenraums von einem präzise definierten Nutzungsszenario abhängt. Die Größe der Sportausrüstung, die Sitzanordnung und der Wunsch nach einer kompakten Grundfläche führten direkt zum erweiterbaren Fahrzeugkonzept. In einer weiteren Entwicklungsphase würde ich vor allem den Erweiterungsmechanismus, die Ergonomie des Einstiegs und die technische Verbindung zwischen den beiden Fahrzeugbereichen genauer untersuchen. Zusätzlich wären Tests mit realen Körpermaßen sowie ein physisches Package-Modell sinnvoll, um Sitzposition, Pedalraum und Kopffreiheit zu überprüfen.
